Nikolaus-Nachtrag 2014 (und Nikolaus-Merkposten 2015)

Der 6. Dezember ist jetzt knapp eine Woche her und mir geht immer noch eine Sache nach: Für K1 gab’s dieses Jahr 6 oder 7 Nikolausgeschenke (Schoko-Nikoläuse noch nicht mitgerechnet): eine Kleinigkeit von uns (klar), von Oma und Opa, nochmal Oma und Opa (die anderen, und dann auch noch doppelt), Kindergarten, kleine Nikoluasfeier bei einer befreundeten Familie. In der Summe ist das einfach zuviel. Und dann ist da ja auch noch einen Monat lang der Adventskalender und alles gipfelt geschenkesummenmäßig in Weihnachten.

Beschenkt werden ist schön und soll sein. Bräuche wie Nikolaus mag ich sehr. Aber ich mag keine Geschenkeschwemme (auch wenn es nur Kleinigkeiten sind).

Gehen wir doch einmal zurück. Zurück zum Anfang der Geschichte. Ich will jetzt gar nicht recherchieren, wie es „wirklich“ war (außerdem hat ja jeder eine Wikipedia zuhause), mir reicht gerade, was ich vom Bischof von Myra an Fragmenten im Kopf habe: Bischof Nikolaus hilft immer wieder ganz konkret Menschen in Not. Er kann anscheinend gut Unterstützung organisieren und hilft auch selbst aus. Unter den Empfängern seiner Gaben sind auch Kinder. Daraus ist der volksfrömmige Brauch entstanden, Kindern am Namenstag des Bischofs Geschenke zu machen. So weit, so bekannt.

Wenn wir am 6. Dezember den guten alten Nikolaus in Ehren halten wollen, warum um alles in der Welt beschenken wir unsere Kinder? Nein, warum überschwemmen wir sie mit Zeugs, das wir dafür extra gekauft haben und in keinster Weise notwendig ist?

Nicht Nikolausfeiern geht nicht, wir leben ja nicht auf einer Insel. Könnte man bei diesem Brauch nicht einfach einen klitzekleinen Akzent verschieben? Vom Beschenktwerden zum Schenken? Ob wir nächstes Jahr einfach mal Nikolaus feiern und K1 (dann gut vier) von dem guten alten Brauch erzählen, immer am 6. Dezember etwas vom eigenen Besitz jemand anderem zu schenken?

Mir geht es nicht darum, einen (vermeintlich) Bedürftigen zwangszubeglücken. Sondern mir geht es ums Abgeben, ums Freigibig sein. Und ums Erkennen, dass Fülle minus 1 Ding immer noch Fülle ist.

 

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1 Kommentar zu „Nikolaus-Nachtrag 2014 (und Nikolaus-Merkposten 2015)“

  1. Das ist ja eine großartige Idee! Ich bin gespannt auf einen Erfahrunsbericht in ein paar Monaten. Bei unserer Tochter dauert es ja noch eine ganze Weile bis so etwas Thema wird. Also mal sehen, wie das bei euch klappt.

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