Kintsugi

KintsugiSchon mal etwas von Goldflicken gehört? Kintsugi, auf japanisch.

Kintsugi ist eine alte japanische Handwerkstechnik, um zerbrochenes Keramik oder Porzellan zu reparieren. Dabei werden die Bruchstellen nicht kaschiert, sondern betont. Dazu wird Gold in die Flickmasse gemischt, der Makel wird betont – und schön.

Überhaupt auf diese Idee zu kommen, hat mich schon berüht. Und daraus dann auch noch ein ästhetisches Konzept zu machen, Respekt. Ich glaube, man muss dazu nicht mehr sagen. Das wirkt. [Bildquelle]

Mir kam Kintsugi wieder in den Sinn, als ich auf dem Blog von Simon de Vries einen Link zu einem Künstler entdeckt habe, Sebastian Schmid, der ebenfalls Bruchstellen mit Gold hervorhebt. Es geht dabei nicht ums Flicken von Scherben, aber auch ums Heilen von Wunden. Und wieder: keine großen Worte, einfach anschauen. Das wirkt.

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2 Kommentare zu „Kintsugi“

  1. Ganz schön … kannte ich noch nicht. Erinnert mich an Anthem von Leonard Cohen: „Ring the bells, that still can ring. Forget your perfect offering. There’s a crack in everything. That’s how the light comes in.“

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