In die Kraft kommen (Teil 1): Drei stille Übungen

Wie komme ich wieder in meine Kraft? Ich möchte gerne einmal drei „Übungen“ vorstellen, die bei mir gut wirken. Die Wirkung bezieht sich dabei darauf, Kraft und Energie (zurück) zu bekommen. Es sind also Übungen der Kategorie „Gesundheit/Wellness“, es sind keine spirituellen Übungen im engeren Sinne, auch wenn sie durchaus spirituelle Anleihen haben.

Bei Erschöpfung: Dösen in der Natur

„Schlafen wird doch eh überbewertet“ – diesen Spruch kennt wohl jeder, der Kinder hat. Natürlich ist das Gegenteil der Fall: Man kann Schlafen überhaupt nicht überbewerten. Und die beste Energie-Übung ist daher auch schlicht und einfach: Schlafen. Der kleine Bruder des Schlafens ist das Nickerchen. Und die Schönste und für mich effektivste Variante ist das Dösen in der Natur, unter freiem Himmel.

steineimgarten
Das ist mein Lieblinsgplatz zum Dösen im Garten: Zwischen den beiden Steinen.

Ich liege dabei mit dem Rücken flach auf dem Boden (manchmal, aber eher selten, auch auf der Seite). Am besten ist es noch, wenn es in der Nähe Kiefern oder Pinien gibt. Das ist für mich so ein olfaktorischer Hammer, dass es mit Sicherheit keine Drogen gibt, die besser wirken.

Zwei Tipps: Handy-Wecker stellen, so dass man wirklich entspannen kann und keine Sorge haben muss, irgendetwas zu verschlafen. Und wenn es nicht Sommer ist bzw. draußen nicht richtig warm ist, sollte man etwas unter sich legen, ein Stück Pappe tut’s auch schon. Durch die Erde kann ziemlich fies die Kälte in einen reinkriechen, das merkt man manchmal erst zu spät.

Bei emotionaler Not: Imaginationsübung „Mein guter Ort“

Mit „Phantasiereisen“ konnte ich nie viel anfangen, weil sie nach meinem Geschmack immer arg an der Grenze zum Kitsch sind. Aber davon unbenommen ist, dass Visualisierungsübungen sehr kraftvoll sind. Eine gute Übung habe ich in Sabine Boberts Buch Mystik und Coaching gefunden.

Es ist eine einfache und klassische Übung. Das Besondere dieser Übung ist, dass sie den Emotionshaushalt wieder in Balance bringt. Die Übung geht so: Man sucht sich ein Bild, das ein Gefühl von Liebe/Ruhe/Frieden auslöst. Es kann durchaus etwas dauern, bis man wirklich ein eigenes und gutes Bild gefunden hat. Die Idee dabei ist, immer dasselbe Bild zu nehmen. Man kann auch mal das Bild ändern, wenn man merkt, dass es doch nicht stimmig ist, aber das sollte eher die Ausnahme sein. Bei mir ist es ein fiktives Bild, mein guter Ort: ein bestimmtes Haus in einer bestimmten Naturlandschaft.

Hier die Kurzanleitung:

Eine Szene finden: Rufen Sie sich eine Szene aus Ihrer Biographie, der Natur oder eine religiöse Szene wach, in der Sie das Gefühl von Liebe oder Frieden oder Ruhe intensiv spürten.
Hineingehen in die Szene: Begeben Sie sich in diese Szene mit allen fünf Sinnen hinein. Lassen Sie das Gefühl in Ihren Körper einströmen.
In der Szene bleiben: Versuchen Sie anfangs, in diesem Zustand 2 bis 5 Minuten zu verweilen. Wenn Sie durch Geräusche oder Gedanken abgelenkt werden, grübeln Sie nicht darüber. Kehren Sie in Ihre Szene zurück und spüren Sie wieder dieses Gefühl.
Die Szene in den Alltag nehmen: Gehen Sie wiederholt im Alltag in diese Szene. Hüllen Sie sich schützend in Ihr Gefühl ein. Sie werden dadurch autonom von den Launen anderer (S- 45-46).

Im Folgenden gibt Sabine Bobert dann noch etliche Tipps, wie man eine gute Szene findet. Außerdem beschreibt sie, wie diese Imaginationsübung spirituelle Heilung bietet. Ich empfehle einfach den Kauf dieses Buchs!

Bei Affentanz im Kopf: Erden

Auch die erste Übung ist ja bereits eine Erdungsübung. Bei dieser Übung geht es nun darum, sich richtig mit der Erde zu verbinden. Ich nutze sie immer, wenn ich aus dem Kopf raus kommen muss.

Die folgende Übung ist hilfreich, wenn Sie zu „kopflastig“ sind, weil Sie zu viel nachdenken oder sich Sorgen machen oder weil Sie zu wenig in Kontakt mit Ihrem Körper und Mutter Erde sind (also nicht „fest mit den Füßen auf dem Boden stehen“). […] Sie gibt Ihnen Energie, stärkt Ihre Wurzeln und reinigt und erfrischt alle Chakras. […] Visualisieren Sie die Energie der Erde als braune Kraft und ziehen Sie diese beim Einatmen aus der Erde nach oben in Ihren ganzen Körper hinein. Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, wie diese Energie wieder von oben nach unten durch Ihren Körper, durch Ihre Beine und Füße und dann in den Mittelpunkt der Erde zurückströmt“ (Tanmaya Honervogt: Reiki. Das große Praxisbuch, Emmendingen 2013, S. 208).

Man stellet sich fest auf die Erde – ich mache es gerne draußen, mit nackten Füßen, direkt auf der Erde – und stellt sich vor, dass man in den Füßen zwei Löcher hat. Durch das Loch im linken Fuß strömt die Erde hoch – man zieht sie, visualisiert, beim Einatmen hoch – bis zum ersten Chakra. Dort angekommen gehts dann durch das recht Bein wieder zurück in die Erde. Das Ganze macht man drei mal, dann das gleiche bis zum zweiten Chakra, und so weiter bis man alle sieben Chakras durch hat. In Tanmayas Reiki-Buch habe ich einige wirklich erstaunliche Übungen gefunden. Diese tut mir ganz besonders gut.

Für alle drei Übungen gilt: Sie funktionieren und sind sehr wirkmächtig. Bei mir.

Im zweiten Teil komme ich dann zu den etwas dynamischeren Übungen.

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1 Kommentar zu „In die Kraft kommen (Teil 1): Drei stille Übungen“

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