Sachenmachenliste 2015 – Rückblick

Anfang letzten Jahres hatte ich hier meine Sachenmachenliste 2015 vorgestellt. Und da in der Blogosphäre gerade die Zeit der Jahresrückblicke ist, blicke ich nun einmal zurück auf die alte Liste. Das Jahr hat mir zwar noch ganz andere Themen beschert, es ist also gar kein Jahresrückblick, aber davon an anderer Stelle mehr.

Vieles davon ist tatsächlich passiert oder ist auf einem guten Weg. Darüber freue ich mich richtig dolle. Dankbar.

Wir sind umgezogen nach Köln, haben ein Weidentipi gepflanzt. Endlich mal wieder tanzen gehen und Akkordeonspielenlernenanfangen ist über das Stadium der Idee nicht hinaus gekommen. Es kommt dann, wenn’s passt.

Das mit dem Singen war ja recht schwammig fomuliert. Aber im Grunde hat sich auch das erfüllt beziehungsweise hat begonnen: Ich sammel – erstmal nur für mich, später sicherlich auch mal hier auf dem Blog – kurze Gesänge mit nur einer Zeile, die für mich etwas Wichtiges ausdrücken. Also Mantren. In meiner Beerdigungsliederliste habe ich zwei davon schon genannt: Wechselnde Pfade und Ich bin Liebe. Es gibt noch ein paar mehr und ich werde weiter danach Ausschau halten. Ich mag solche Gesänge sehr, und zwar aus zwei Gründen: Mir wird es immer wichtiger, in einfachen, kurzen Sätzen das zu sagen, was zu sagen ist. Protestantische Logorrhoe kann ich immer weniger ertragen. Zum anderen bin ich durch das ewige Wiederholen einer einzigen Zeile irgendwann in der Lage, sie auch tatsächlich selbst zu singen. Alles andere ist mir zu komplex, kann ich einfach nicht.

Die Idee mit einer Vater-Söhne-Sachen-Machen-Liste entsteht so langsam. Auf Facebook hatte ich einmal um Sammelhilfe gebeten – mit tollen Vorschlägen. Ich veröffentliche das hier auch noch. Mit dem Hannoverjungen kann ich gut Sachen zusammen machen – was nicht so gut klappt, ist zusammen spielen. Irgendwie hakt es da immer. Deshalb dieser Weg.

Die Idee, Sacred Harp in Köln zu initiieren, hat unglaublich schnell Fahrt aufgenommen. Und zwar durch eben diese Liste. Andreas, mir bis dahin unbekannt, hat meinen Beitrag in der deutschen Sacred Harp-Gruppe auf Facebook gepostet, danach konnte ich gar nicht so schnell gucken, wie es losging. Eine tolle Bewegung! Mitlerweile vernetzt sich auf Facebook eine eigene Kölner Gruppe. Ich hatte mit Umzug und Arbeit soviel um die Ohren, dass ich selbst gar nicht so sehr dabei war. Aber auch so ist es gut.

Die Idee mit meinem Diakonie-Brevier blieb bis eine Woche vor Silvester unbeachtet liegen (ich hatte in den letzten Jahren bereits vier Anläufe gestartet, diese Publikation zu schreiben…), und ploppte aufeinmal wieder auf. Ich habe das Konzept geändert, einiges reduziert und bin nun ganz glücklich, dass es werden wird. Das Endprodukt dauert noch ein bisschen; ich überlege auch noch, ob als Eigendruck, Book-on-Demand oder tatsächlich bei einem Verlag anzufragen.

An kleineren Seminaren habe ich auch teilgenommen. Über die Glaubenspolaritäts-Aufstellung hatte ich ja schon etwas geschrieben. Und im Sommer habe ich den den Ersten Reiki-Grad gamacht. Ich merke gerade, dass ich darüber auch mal etwas bloggen müsste, denn es berührt doch etliche theologische Dimensionen: die Frage nach der („apostolischen“) Sukzession spiritueller Traditionen, nach der Entmystifizierung von religiösen Systemen als Entwicklungsstufe, die Frage, wie Jesus heilte (dies war wohl tatsächlich die Ausgangsfrage des Reiki-„Entdeckers“), was Heilung eigentlich ist und inwiefern das mit dem Heiligen Geist zusammenhängt.

Eine gute Weiterbildung hatte ich auch gefunden, etwas im naturpädagogischen Bereich. Aber ich habe dann sofort gemerkt, dass das gar nicht passt. Zeitlich überfordernd, thematisch suche ich noch etwas anderes. Doch auch das war gut, weil ich mich nun von der doch etwas fixen Idee, jetzt eine Weiterbildung machen zu müssen, wieder gut trennen konnte – und ich danach gleich auf mehrere Seminare gestoßen bin, die richtig gut passen. Davon in der Liste für 2016 mehr.

Und zu guter Letzt: Menschen zu finden, die an den gleichen Themen dran sind wie ich (oder wie wir als Familie). Die gibt es, das ist schon einmal wunderbar. Sie sind noch nicht unbedingt hier und gefunden, aber auch das wird.

So, und nun ans Werk für die Liste 2016!

 

 

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