Jesus, Maria Magdalena und ich

Irgendwie ist sie zu mir gekommen, diese kleine heilsame Imaginationsübung.

Die Ausgangsituation: Ein Gefühl von Verletzung, nicht gesehen werden, Schuld oder Scham.

Dann stelle ich mir vor, mit Jesus und Maria von Magdala unterwegs zu sein. Irgendwo am östlichen Rand des Mittelmeerraumes, etwas außerhalb der Städte, zwischen zwei Dörfern. Gerade machen wir Rast unter Olivenbäumen. Es ist warm, wir sind im Schatten.

Da steh ich nun – verletzt, nicht gesehen, mit Schuld- oder Schamgefühlen – und Jesus steht vor mir und schaut mich an.

Er schaut und schweigt. Ein wohlwollender, ein weicher aber durchdringender Blick. Er sagt: nichts. Kein frommes Sprüchlein, kein Ratschlag, kein Zuspruch. Er schaut nur.

Und Maria ist dabei. Mal steht sie schützend hinter mir, mal neben uns beiden. Sie ist immer mit dabei. Denn sie sind gemeinsam unterwegs, sie und Jesus.

Ein charismatisches Paar. Beide geerdet. Man spürt die Energie zwischen ihnen, die Kraft, die von ihnen ausgeht, ihre Präsenz. Ich stehe in diesem barmherzigen, öffnenden und nährenden Feld, und lasse mich anschauen.

Das war’s auch schon. Ich versuche, ein paar Minuten in der Imagination zu bleiben.

Kaum eine Übung ist so (er)lösend für mich.

Ein Gedanke zu „Jesus, Maria Magdalena und ich“

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