Familienspiritualität

Ich beschäftige mich (immer mal wieder) mit Spiritualität in der Familie. In unserer Familie. Und jetzt habe ich einmal versucht, die ganzen Ideen zusammenzuschreiben: das, was wir machen und das, was wir machen wollen. Ich schreibe dies hier auch, um mich selbst immer wieder an die Ideen zu erinnern – aber natürlich auch, um Anregungen zu geben.

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Grenzarbeit

Vor Kurzem blieb ich an diesem Satz hängen:

„Gerade im Experimentieren mit Grenzen spiegelt sich das tiefe Bedürfnis nach Entwicklung […]“ (Marascha Daniela Heisig).

Gefunden habe ich den Satz in einem Buch über therapeutische Naturarbeit (S. 41). Ich konnte dem natürlich sofort zustimmen. Doch dann kam mir in den Sinn, dass bei Kinder gerne exakt das Gegenteil geraten wird: Kindern müssten Grenzen gesetzt werden! Weil sie das bräuchten und letztlich sogar einforderten. Und wer seinen Kindern keine setze, ziehe kleine Tyrannen heran oder könne sich schlicht nicht durchsetzen. Wer will das schon.

Kindern Grenzen zu setzen ist einer der populärsten Weiterlesen „Grenzarbeit“

mutig sein

Mut ist so eine Sache. Bin ich eigentlich mutig? Mal so, mal so. Auf jeden Fall ist Mut etwas, das mir wichtig ist, gerade natürlich auch bei meinen Kindern.

cover_mutIm letzten Urlaub habe ich das Buch Mut – Wie Kinder über sich hinauswachsen von Nicola Schmidt gelesen. Am Strand, in einem Rutsch. Da wir nun bald wieder in den Urlaub aufbrechen, an denselben Strand, will ich nun meinen Ertrag einmal niederbloggen. Ich habe es gern gelesen, einige Aha-Effekte gehabt und auch noch eine handvoll für mich nützlicher Tipps entdeckt.

Zwei wichtige Erkenntnisse gleich zu Beginn: Weiterlesen „mutig sein“

Ritual-Radar

Rituale im Familienleben sind ja ein beliebtes Thema. Und eigentlich ist dazu auch alles schon einmal gesagt worden.

Aber jetzt bin ich doch noch auf eine schöne Sache gestoßen, (m)ein Ritual-Radar.

Von der zeitlichen Struktur kann man ja zwischen wiederkehrenden Ritualen des Jahreskreises und Ritualen im Lebenslauf (in der Regel einmalig, aber das muss nicht zwingend so sein) unterscheiden. Bleiben wir bei den wiederkehrenden Ritualen, denn die Lebenslauf-Rituale sind in aller Regel Weiterlesen „Ritual-Radar“

Von Dörfern und Clans

Wo ist bloß dieses Dorf aus dem afrikanischen Sprichwort, das man braucht, um ein Kind zu erziehen?

Man muss es selbst bauen.

Aber der Reihe nach.

Eltern sind heute mehr denn je auf sich allein gestellt. Zum einen leben Freunde und Verwandte meist über das ganze Land verstreut. Zum anderen gibt es immer weniger konkrete Vorbilder (im praktischen, nicht im pathetischen Sinne!), wie man den Familienalltag hinkriegt – von Rollenmodellen bis zu Weiterlesen „Von Dörfern und Clans“

Drei Wurzeln

Hier ist der zweite Beitrag in meiner was mir (als Vater) wichtig ist-Reihe.

Wichtig ist mir ein guter Kontakt zu den eigenen biografischen Wurzeln. Vielleicht ist das ein Thema, das in der zweiten Lebenshälfte (erst? wieder?) seine ganze Bedeutung entfaltet. Aber gerade deshalb finde ich es wichtig, hierauf ein paar Gedanken zu verschwenden.

Durch Friedrich Assländer bin ich auf einen Gedanken von Thich Nath Hanh aufmerksam geworden, der drei biografische Wurzeln unterscheidet: Weiterlesen „Drei Wurzeln“

Altersgemischte Orte

Auch wenn der Hannover-Junge erst in zwei Jahren in die Schule kommt, wir beschäftigen uns derzeit viel mit dem Thema Schule. Was für eine Schule wollen wir für unsere Kinder? Wir stehen dem Förderwahnsinn und so manchen Bildungsidealen recht kritisch gegenüber und wollen eigentlich nur eins: eine gute Schule. Und genau da fängt es an. Das, was wir unter einer „guten Schule“ verstehen, ist für uns plausibel und einleuchtend – und gleichzeitig merken wir, dass es abseits vom Mainstream ist. Ein merkwürdiges Gefühl.

Ein konkretes Beispiel dazu, und gleichzeitig eine der Sachen, die mir (mittlerweile) sehr wichtig geworden ist inpuncto Bildung: Ich wünsche meinen Kindern Weiterlesen „Altersgemischte Orte“