Worum geht’s?

Alles nochmal neu denken.

Maurice Zundel hat einmal – bezogen auf die Frage nach Gott – gesagt: „Il faut tout repenser“. Frei übersetzt: Wir müssen alles nochmal von Grund auf neu denken. Das ist oft anstrengend, und darauf habe ich auch nicht immer Lust. Eigentlich war es auch gerade umgekehrt geplant: Genug Fleißkärtchen im Leben gesammelt, so dass ich es jetzt mal etwas entspannter angehen kann. Die großen Pflöcke sind gesetzt (das ist ja auch schon mal was), und auf einmal klopft es da an und sagt immer wieder: Il faut tout repenser, Menschnochmal!

Und so ist das hier irgendwie zum Motto des Blogs geworden. Einfache Gedanken, keine großen theoretischen Diskurse, aber für mich noch einmal neu gedacht, von Grund auf, um zu gucken, was überhaupt stimmig ist.

Und worum geht’s nun konkret?

In meinem Blog geht es vor allem um die Frage nach einem guten und einfachen Leben, nach Vatersein & Familienleben und christlicher Spiritualität.

Nicht unbedingt hier im Blog, aber sonst im Leben, kreise ich um zwei Themen, die mich schon lange begleiten und mich immer mehr beschäftigen: Transformation und Verbundensein. Ich erkunde und erforsche sie – für mich.

Vielleicht noch etwas konkreter?

Hier eine (unvollständige) Liste der Projekte, die mich beschäftigen und an denen ich arbeite:
* Methoden wirksamer Selbstklärung
* Kreiskultur
* Leben im Rhythmus der Jahreszeiten
* Christliche Familienspiritualität
* Naturerfahrungen mit Kindern
* Christliches Lebensrad, Jahreszeitenrituale und Übergangsrituale
* Beziehung von christlicher Spiritualität, Natur und Schöpfung / ökologische Theologie
* Weisheitliche Zugänge zu Gestaltungskraft, Ermächtigung und Wirksamkeit
* Verbundenheit & Trennung als spirituelles Grundthema
* einfacher Lebensstil (Nachhaltigkeit, Rightsizing, Subsistenz)

Und eine (unvollständige) Liste, mit welchen Ideen ich mich künftig auseinandersetzen will:
* Permakultur
* Psychosynthese (Roberto Assagioli)
* GFK als transformative Praxis

Inspirationen & Credits

In den letzten zwei, drei Jahren habe ich Entdeckungen gemacht, die mich inspiriert, geprägt und verändert haben. Da ich das alles kaum beschreiben kann, zähle ich einfach die Menschen auf, die hinter den Ideen stehen:

Dankbar bin ich für die die Entdeckung dieser vier Lehrerinnen: Ursula Seghezzi, Vivian Dittmar, Sobonfu Somé und Diana Richardson. Die spirituelle Tiefe und Weisheit ihrer (Lebens-)Werke haben transformative Kraft.

Im Bereich der (explizit) christlichen Spiritualität sind es neben Richard Rohr (der mich ja schön länger begleitet), vor allem Sabine Bobert, die mir die Tür zum Herzensgebet weiter geöffnet hat, Walter Wink, dem ich vor allem die Klärung unterschiedlicher Weltbilder verdanke und Pia Gyger, ihr vor allem mit dem Hinweis auf den kosmischen Christus.

Marshall Rosenbergs „Lebendige Spiritualität“ (den Begriff „Gewaltfreie Kommunikation“ mag ich nicht so gerne), die Tiefenökologie und Naturmystik sind mir wichtig geworden beim Thema Verbundensein. Und als Transformations-Ansätze habe ich Joanna Macys Active Hope schätzen gelernt und Ursula Seghezzis Lebenskompass, einem mitteleuropäisches Lebensrad, das Jahreskreis, Lebenslauf, Spiritualitäts- und Transformationswissen verwebt.

Im Familienleben haben mich die Artgerecht- und Achtsamkeits-Ideen beeinflusst und verändert.